Findungsphase: "Buck Fush" oder NeoCons?Leicht ist es nicht, im derzeitigen globalpolitischen Verwirrspiel eine klare
Position pro oder
contra Bush zu finden: Beide Seiten, sowohl die Linke als auch die als NeoCons bezeichnete Rechte beobachten und argumentieren scharfsinnig und gut belegt. In beiden Lagern ist ein ausgeprägtes historisches Wissen der jüngeren Vergangenheit vorzufinden. Während das Anti-Bush-Lager unter anderem damit argumentiert, dass der Irak-Krieg
mit fadenscheinigen Argumenten begonnen wurde und die wahre Motivation darin bestand, im Arabischen Raum eine Demokratie unter US-Einfluss zu installieren und damit den Macht-Anspruch der USA weiter zu festigen, kontern die Bush-Anhänger mit der moralischen Verpflichtung des Westens und insbesondere Deutschlands, sich für die Befreiung vom
Dritten Reich und die mit dem
Marshallplan umgesetzte Wirtschaftshilfe für Europa gewissermassen zu revanchieren und die freiheitliche Grundordnung Seite an Seite mit den USA zu verteidigen bzw.
voranzubringen.
Na gut, ersteren und dem Hinterfragen von Motivationen kann man z.B.
diesen Bericht entgegenhalten, der zeigt, dass es in den Europäischen Regierungen mit moralischen Fragen lange Zeit auch nicht weit her war:
Stolz präsentieren die Militärs im September vergangenen Jahres, was sie schon haben. Und die europäischen Regierungen müssen jetzt hilflos zuschauen, nachdem sie jahrelang die Warnungen der Sicherheitsbehörden in den Wind schlugen. Der Handel mit dem Iran war ihnen wichtiger. Jetzt machen die Amerikaner Druck.Und letzteren müsste man
Guantanamo Bay und vor allem
Abu Ghraib (Vorsicht: Die Abbildungen zeigen schockierende Details) vorhalten, wo genau die Werte, für die man angeblich eintritt, geradezu und im Wortsinne mit Füssen getreten werden.
Wie gesagt, nicht leicht, da die Orientierung zu behalten...
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